UGC (User-Generated Content)

User-Generated Content (UGC) bezeichnet im Lernkontext Schulungsinhalte, die Mitarbeitende selbst erstellen – statt der L&D-Abteilung oder externer Dienstleister – und über die Lernplattform des Unternehmens teilen. Typische Beispiele: kurze How-to-Videos erfahrener Kolleginnen und Kollegen, Prozessanleitungen von Teamleitungen, Bildschirmaufnahmen zu internen Tools oder von Peers erstellte Quizze. Der Reiz ist praktisch begründet: Fachexperten tragen den Großteil des operativen Wissens einer Organisation, und UGC erfasst dieses Wissen schneller und günstiger als formale Kursproduktion – und bleibt dabei nah an der realen Arbeit. UGC unterstützt außerdem die Wissenssicherung beim Ausscheiden von Mitarbeitenden und stärkt die Lernkultur, weil Beitragen sichtbar und wertgeschätzt wird. Die Risiken heißen Qualität und Richtigkeit – erfolgreiche UGC-Programme kombinieren deshalb einfache Erstellungswerkzeuge mit schlanken redaktionellen Prozessen: Freigabeschritte, klare Inhaltsverantwortung, Ablaufdaten und Feedback-Mechanismen. Moderne LMS- und LXP-Plattformen unterstützen UGC zunehmend nativ mit integrierten Autorenfunktionen, Videoaufnahme und Moderation. Die strategische Frage für L&D lautet nicht, ob UGC erlaubt wird, sondern wie es gesteuert wird – damit Geschwindigkeit nicht auf Kosten des Vertrauens in die Inhalte geht.