CBT (Computer-Based Training)
Computer-Based Training (CBT) ist ein Sammelbegriff für Schulungen, die über einen Computer statt durch eine Lehrperson vermittelt werden – historisch verbreitet auf physischen Datenträgern wie CD-ROMs und lokal installiert, heute eher lose für selbstgesteuertes digitales Lernen insgesamt verwendet. CBT entstand in den 1980er- und 1990er-Jahren als erste massentaugliche Alternative zum Präsenztraining und bot standardisierte Inhalte, individuelles Lerntempo sowie den Wegfall von Reise- und Trainerkosten. Der Begriff ist im Wesentlichen ein Vorläufer des modernen E-Learning-Vokabulars: Als das Internet lokal installierte Trainings ablöste, wurde Web-Based Training (WBT) zum präziseren Begriff – im deutschsprachigen Raum bis heute gebräuchlich –, und im Alltag spricht man schlicht von E-Learning oder Online-Training. CBT taucht weiterhin in spezifischen Kontexten auf: Regulierte Branchen wie die Luftfahrt (wo der Begriff mit dem AICC-Standardisierungskomitee entstand), Verteidigung und Gesundheitswesen führen ihn in Dokumentationen und Compliance-Anforderungen fort, und manche simulationsbasierte Offline-Trainings sind tatsächlich computer- statt webbasiert. Praktisch relevant ist CBT-Wissen vor allem für den Umgang mit Legacy-Terminologie in Ausschreibungen und älteren Kursbibliotheken, die für moderne LMS-Nutzung oft in Standards wie SCORM oder xAPI konvertiert werden müssen.